Absichtserklärungen
Wir wollen Ihnen in den kommenden Wochen die großen Theater in München näherbringen. Wer sind die Macher, die Intendanten, die wichtigen Dramaturgen in den Häusern? Wer sind die großen Namen im Ensemble? Wo gab es in der letzten Zeit die größten Veränderungen zu verzeichnen? Wie schreibt die Prese über die Häuser, wie stellen sie sich selbst da – und, uns natürlich immer am liebsten, wie reden die Leitungskräfte über das Haus?
Den Anfang macht ein Text aus dem Spielzeitheft 2011/12 des Staatsschauspiels, das zum Sommer 20111 Martin Kušej übernommen hatte. Übrigens müssen Sie mir versprechen, die Homepage von Martin Kušej zu besuchen! Eine hochinteressante Mischung aus Kochrezepten, Inszenierungsnostalgia und Passbildern im Hyperschnelldurchlauf. Sehr fein!
Natürlich gab es viele Neuerungen – unter anderem eben besagte Veranstaltungsreihe “Marstall-Plan”:
“Die erste Ausgabe der Veranstaltungsreihe MARSTALL-PLAN versteht sich als ein Forum für nicht Zustandegekommenes, Hochgegriffenes, Fallengelassenes – Pläne, Entwürfe, Projekte, erste Annäherungen an und Vorgeschmack auf kommende Zusammenarbeiten.
Wer sich heute behaupten will, muss konkurrenzfähig sein, jederzeit verfügbar, vernetzt und kreativ. Wenn aber Eigenverantwortung und Kreativität als Disziplinierungsmodell herhalten, dann geht es bei MARSTALL-PLAN um neue Perspektiven jenseits des aktuellen Befehls: “Be yourself!” So treten wechselnde Identitäten, Spekulationen, Hochstapeleien auf den Plan, reine Behauptungen zwischen Spiel und Riskio, auf der Suche nach einer anderen künstlerischen Praxis.
Zum sommerlichen Spielzeitende soll die jährlich stattfindende Veranstaltungsreihe MARSTALL-PLAN eine Plattform für aktuelle Theaterarbeiten und Begegnungen zwischen den unterschiedlichen künstlerischen Disziplinen bieten und damit enen willkommenen Anlass zum gegenseitigen Austausch, zum nächtelangen Fabulieren und Feiern in und um den Marstall.”
Mal ganz ehrlich: Klingt das nicht herrlich? Wird man da nicht ein wenig neidisch?









