26.04.12
“Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, »Inmitten dieses permanenten Schwankens des Schicksals wird die Gegenwart Gestalt, wird riesengroß: Sie verdeckt die sich auflösende Zukunft, und die Menschen denken an nichts als den nächsten Tag.« 1840 diagnostizierte der französische Historiker Charles Tocqueville bereits jenen Befund, der auch unserer Zeit attestiert wird: Paralyse durch die Gegenwart, Verlust von Entwurfsfantasie. Zunehmend unübersichtlich wirkt die Welt. ... mehr
16.02.12
Wir wollen Ihnen in den kommenden Wochen die großen Theater in München näherbringen. Wer sind die Macher, die Intendanten, die wichtigen Dramaturgen in den Häusern? Wer sind die großen Namen im Ensemble? Wo gab es in der letzten Zeit die größten Veränderungen zu verzeichnen? Wie schreibt die Prese über die Häuser, wie stellen sie sich selbst da – und, uns ... mehr
24.12.11
Wie immer sind wir nicht ganz fair und hängen einfach (in keinster Weise das Ganze repräsentierend) Ausschnitte der besten Werbetexte für die Weihnachtsmärchen aneinander – ohne auf den Kontext und den Sinnzusammenhang zu achten. Denn, ganz ehrlich, es wäre doch schade drum, wenn das keiner tun würde! Also los: “Mit dem diesjährigen Familienstück machen wir uns zur Weihnachtszeit auf ... mehr
29.09.11
“Liebes Theaterpublikum, willkommen zur neuen Spielzeit! Ja, – wir finden Mannheim und unser Nationaltheater mit ihrer großen Wagner-Tradition brauchen zum 200. Geburtstag Richard Wagners einen neuen Ring! Zum Jubiläums-Jahr wollen wir eine neue szenische und musikalische Auseinandersetzung mit diesem Stoff auf dem Stand der Zeit für Sie geschaffen haben. (…) Aber auch die Gegenwart fordert uns heraus! So erleben wir ... mehr
20.09.11
“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Theater- und Konzertfreundinnen und -freunde, das erste Jahr in Braunschweig ist wie im Flug vergangen. (…) Ein Anfang ist gemacht. Wir freuen uns auf die zweite Spielzeit. Und auf Sie! Wie geht es weiter? Das Theater ist ein öffentlicher Ort. Ein Ort, der Identität schafft. Ein Ort, der das Leben nicht zeigt als etwas ... mehr
14.09.11
“VORWORT des Intendanten Die Videoinstallation von Aernout Mik haben alle eine Grundqualität: Sie beunruhigen. Dabei zeigt er Menschen in vertrauter Umgebung, in Büros, in Räumlichkeiten von Wertpapiermärkten, in Turnhallen. Man sieht keine dramatischen Situationen, aber auf den Gesichtern der einzelnen sieht man Angst, Wut, Trauer, Leere, vor oder nach dem aufwühlenden Ereignis. Die Abwesenheit von Glück. Was ist es, das ... mehr
07.09.11
“Theater kann man nur machen, wenn es von Zeit zu Zeit die wichtigste Sache in der Welt ist. Kürzlich wurde ich gefragt, warum ich für das Theater brenne. Der oben stehende Satz ist meine ganz persönliche Antwort hierzu, und ich habe noch ergänzt: Und die Schönste. Eine ähnliche Frage haben wir unseren Künstlern gestellt, die ab Seite 246 in diesem ... mehr
31.08.11
“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde unseres Theaters, Theater ist ein Ort, an dem wir wie in einer Art sozialem Experimentierkasten erleben können, was für Folgen eine bestimmte Handlung hat: Hätte Sie sich nicht so verhalten, wäre er nicht gestorben. Oder: Wenn jemand zur rechten Zeit ein mäßigendes Wort gefunden hätte, wäre die Situation zwei Akte später ... mehr
07.08.11
“Verehrtes Publikum, LIEBEN! ist ein starkes Gefühl. Es kann Berge versetzen, Paläste stürzen, Menschen erheben und erniedrigen. Es entzieht sich jeder rationalen Entscheidung und macht bekanntlich blind, rasend oder toll. Liebende sind anarchistisch, asozial und stehen außerhalb unserer genormten, den ökonomischen Gesetzen unterworfenen Gesellschaft. „Verrückten und Verliebten glüht das Hirn“, heißt es im „Sommernachtstraum” – das macht sie für das ... mehr
24.07.11
Das städtische Kollektiv II. -Kulturelle Identität in Bielefeld Das ansprechend gestaltete Bielefelder Spielzeitheft für die Saison 2011/2012 besticht vor allem durch eine überraschend umfangreiche Sammlung von Texten und Interviews zum Leitthema der kommenden Spielzeit: »Das Miteinander von Stadt und Theater«. Und genauer: Die Frage nach dem »Wir« – was es sei, ob reine Behauptung oder wirklich vorhanden, wer darunter fällt ... mehr