07.09.11
“Theater kann man nur machen, wenn es von Zeit zu Zeit die wichtigste Sache in der Welt ist. Kürzlich wurde ich gefragt, warum ich für das Theater brenne. Der oben stehende Satz ist meine ganz persönliche Antwort hierzu, und ich habe noch ergänzt: Und die Schönste. Eine ähnliche Frage haben wir unseren Künstlern gestellt, die ab Seite 246 in diesem ... mehr
31.08.11
“Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde unseres Theaters, Theater ist ein Ort, an dem wir wie in einer Art sozialem Experimentierkasten erleben können, was für Folgen eine bestimmte Handlung hat: Hätte Sie sich nicht so verhalten, wäre er nicht gestorben. Oder: Wenn jemand zur rechten Zeit ein mäßigendes Wort gefunden hätte, wäre die Situation zwei Akte später ... mehr
31.08.11
LENA: Wer spricht da? LEONCE: Ein Traum. LENA: Träume sind selig. LEONCE: So träume dich selig und lass mich dein seliger Traum sein. LENA: Der Tod ist der seligste Traum. LEONCE: So lass mich dein Todesengel sein. Lass meine Lippen sich gleich seinen Schwingen auf deine Augen senken. (Er küsst sie.) Schöne Leiche, du ruhst so lieblich auf dem schwarzen ... mehr
31.08.11
In vielen der deutschen staatlichen Theater gibt es zu Beginn der neuen Spielzeit ein Theaterfest. Die Häuser zeigen Ihre Räume mal ganz anders, indem z.B. in Lastenaufzügen gesungen, in Fenstern gelesen oder in Foyers gespielt wird. Kinder werden geschminkt, Kostüme werden versteigrt, es gibt Technikshows, flanierende Statisten in prächtigen Kostümen, Gespräche mit der Theaterleitung und eigentlich immer einen szenisch-musikalischen Ausblick ... mehr
07.08.11
Natürlich geht es aktuell bei unserem Video um “Ein Sommernachtstraum“, den wir uns als Motto für unsere momentane Sommerpausen-Seitenbefüllung auserkoren haben. Der Sommernachtstraum wird in der kommenden Spielzeit 2011/12 zehn Mal zur Premiere kommen – also ist es in jedem Fall richtig, sich in der aktuellen Sommerpause mit einer der letzten Inszenierungen zu befassen, damit die Vergleiche danach leichter fallen. ... mehr
17.07.11
In der so eben vergangenen Spielzeit gab es sieben Premieren von Roland Schimmelpfennigs “Der goldene Drache”. Ein typischer Schimmelpfennig, in dem fünf Darsteller zwischen allen Rollen springen, Regieanweisungen mitgesprochen werden und die Welt an sich nicht gut ist. Im Asiaimbiss arbeiten die Köche auf engstem Raum, der eine, der Jüngste, hat Zahnschmerzen. Da er keine Papiere hat und nicht zum ... mehr
02.07.11
An verschiedenen Stellen unserer Seite finden Sie Videos – Werbetrailer der einzelnen Theater oder kurze Filme, die wir erstellt haben. In der ausklingenden Spielzeit 2010/11 war die Finanzkrise eines der dominierenden Themen. Zeitgenössische Stücke beschäftigten sich mit Menschen, die angesichts finanzieller Engpässe und der damit verbundenen Neuorienterung plötzlich zwanglos und ungehemmt ihr Leben selbst gestalten. Neue Inszenierungen von Klassikern zeigten, ... mehr
07.06.11
Die Deutsche Theaterlandschaft wird oft als idyllisches Kulturparadies angesehen, in dem Künstler, Organsiatoren und Administratoren aller Sparten hochsubventioniert, unter weltweit einzigartigen Arbeitsbedingungen, am Kultur- und Bildungsauftrag arbeiten. Die Frage, ob es sich um eine Insel der Verwöhnten handelt oder die Theater als Ganzes endlich in das Weltkulturerbe aufgenommen werden sollten wird immer ein Dauerthema für den Spielplan Deutschland bleiben. Unbestritten ... mehr
27.05.11
Wie immer präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein Video. Diese kurzen Filme werden sich entweder allgemeiner mit dem deutschen Stadttheatersystem und dem Blick beschäftigen, den Spielplan Deutschland darauf wirft, oder es werden Videos sein, die die Theater selber als Werbemaßnahme erstellt haben und mit denen wir Mittel und Wege nebeneinander stellen wollen, wie die Häuser sich präsentieren. Vermitteln die ... mehr
25.05.11
Braucht man Landesbühnen eigentlich wirklich? Wer geht denn bitte in eine Schulaula, irgendwo im kulturellen Niemandsland zwischen Kuhstall und Bowlingbahn, um sich einen “Tasso” anzugucken? Sind das nicht ohnehin nur die, die auch ins Theater der nächsten größeren Stadt gefahren wären? Und sollte man dem Ensemble diesen Stress zumuten? Außerdem lebt doch bald nur noch ein Drittel der Menschheit auf ... mehr